Wer war Gerhard Fleischhut? Fleischhut stammte aus Wilhelmshaven und war lange im Raum Cuxhaven ansässig. Er gehörte zu den vielen bildenden Künstlern, die nach dem Zweiten Weltkrieg einen künstlerischen Neuanfang wagten. Er war aber einer derjenigen, die dabei nicht den Weg in die Abstraktion beschritten, die als amerikanischer Import in der jungen Bundesrepublik als Zeichen von Demokratie und Freiheit nach dem kulturellen Kahlschlag durch den Nationalsozialismus galt.
Nach Kriegseinsatz, Gefangenschaft und kurzem Studium an der Kunsthochschule Bremen waren die Mitglied- schaften in der 1946 gegründeten Künstlervereinigung Bakegilde und ab 1952 im Bund bildender Künstler (BBK) Cuxhaven-Stade wichtige Stationen für seinen künstlerischen Werdegang. Die Bakegilde war ein Zusammenschluß von Künstlern und Kunsthandwerkern, die den Aufbau einer gemeinsamen Künstlersiedlung in Altenwalde bei Cuxhaven planten, was sich jedoch nicht realisieren ließ. Die Bakegilde löste sich Anfang der 1950er Jahre auf. Fleischhut trat dem BBK bei. Diese Mitgliedschaft ermöglichte ihm Ausstellungsbeteiligungen im nord- deutschen Raum.
Die norddeutsche Landschaft hatte für sein frühes künstlerisches Schaffen besondere Bedeutung.  Später wählte er außerdem Motive, die er auf seinen Reisen nach Frankreich, Holland und Belgien fand. In seinen frühen Schaffensjahren entstanden vornehmlich Aquarelle, Zeichnungen und Graphiken. Diese Werke sind dem Spätexpressionis- mus zuzuordnen. Besonders in seinen Aquarellen und Zeichnungen, gekennzeichnet durch eine genaue Beobachtungsgabe, entwickelte er einen ganz eigenen, oft humorvollen Duktus. Auch in seinen späteren Werken blieb seine Bildsprache im Wesentlichen figürlich. Zunehmend wandte er sich der Collage und dem Materialbild zu, verwendete „Strandgut“ der Nordsee und benutzte Techniken, die er teilweise selbst entwickelte. So zog er z.B. Fäden durch das Papier und arrangierte sie zu Motiven. Fleischhut starb im Alter von nur 55 Jahren in Koblenz. Er hat ein kleines, erstaunlich facettenreiches Œuvre hinterlassen, das zu entdecken sich lohnt.
Wer war Gerhard Fleischhut? Fleischhut stammte aus Wilhelmshaven und war lange im Raum Cuxhaven ansässig. Er gehörte zu den vielen bildenden Künstlern, die nach dem Zweiten Weltkrieg einen künstlerischen Neuan- fang wagten. Er war aber einer derjenigen, die dabei nicht den Weg in die Abstraktion beschrit- ten, die als amerikanischer Import in der jungen Bundesrepublik als Zeichen von Demokratie und Freiheit nach dem kulturellen Kahlschlag durch den Nationalsozialismus galt.
Nach Kriegseinsatz, Gefangenschaft und kurzem Studium an der Kunsthochschule Bremen waren die Mitgliedschaften in der 1946 gegründeten Künstlervereinigung Bakegilde und ab 1952 im Bund bildender Künstler (BBK) Cuxhaven-Stade wichtige Stationen für seinen künstlerischen Werdegang.
Die Bakegilde war ein Zusammenschluß von Künstlern und Kunsthandwerkern, die den Aufbau einer gemeinsamen Künstlersiedlung in Altenwalde bei Cuxhaven planten, was  sich jedoch nicht realisieren ließ. Die Bakegilde löste sich Anfang der 1950er Jahre auf.  Fleischhut trat dem BBK bei. Diese Mitgliedschaft ermöglichte ihm Ausstellungsbeteiligungen im norddeutschen Raum. Die norddeutsche Landschaft hatte für sein frühes künstlerisches Schaffen besondere Bedeutung.  Später wählte er außerdem Motive, die er auf seinen Reisen nach Frankreich, Holland und Belgien fand. In seinen frühen Schaffensjahren entstanden vornehmlich Aquarelle, Zeichnungen und Graphiken. Diese Werke sind dem Spätexpressionismus zuzuordnen. Besonders in seinen Aquarellen und Zeichnungen, gekennzeichnet durch eine genaue Beobachtungsgabe, entwickelte er einen ganz eigenen, oft humorvollen Duktus. Auch in seinen späteren Werken blieb seine Bildsprache im Wesentlichen figürlich. Zunehmend wandte er sich der Collage und dem Materialbild zu, verwendete „Strandgut“ der Nordsee und benutzte Techniken, die er teilweise selbst entwickelte.  So zog er z.B. Fäden durch das Papier und arrangierte sie zu Motiven. Fleischhut starb im Alter von nur 55 Jahren in Koblenz. Er hat ein kleines, erstaunlich facettenreiches Œuvre hinterlassen, das zu entdecken sich lohnt.